0 62 84 9 20 10

Haben Sie Fragen?

Wir sind gerne auch telefonisch für Sie da:
Mo. - Fr. 09.00 - 17.00 Uhr,
Sa. 09.00 - 13.00 Uhr

Oder nehmen Sie jederzeit per E-Mail Kontakt mit uns auf.

Haustürabholung inklusive

Urlaub von Anfang an!

Wir holen Sie bei fast allen Reisen kostenlos direkt an Ihrer Haustüre ab.

Erfahren Sie mehr über unseren beliebten Haus-zu-Haus-Service.

Rund-um-sorglos

Die schönste Zeit des Jahres unbeschwert genießen!
Mit den exklusiven Grimm-Leistungen sorgen wir dafür, dass Sie sich rundum wohlfühlen:

Kauf auf Rechnung

Ohne Risiko online buchen!
Buchen Sie bequem und völlig ohne Risiko auf der Grimm-Website und zahlen Sie erst dann, wenn Sie Ihre Buchungsbestätigung mit Sicherungsschein erhalten haben.
Merkliste

Große China Rundreise - Teil 1

Peking, Große Mauer & Xi'an

China – das Reich der Mitte und das Land des Lächelns. Man hat viel gehört, kennt jemanden der bereits dort war, aber dennoch: Die Spannung ist unserer Reisegruppe deutlich anzumerken, als wir uns nach und nach am Gate des Frankfurter Flughafens einfinden, um den Airbus A380 zu besteigen. Peking bzw. Beijing ist unser erstes Ziel, das wir nach einem gut 9-stündigen Flug, auf dem alle so mehr oder weniger gut geschlafen haben, erreichen. Da es hier noch früh am Morgen ist, starten wir unser Besichtigungsprogramm direkt nach der Landung. China begrüßt uns mit angenehmen Temperaturen, einer leichten Brise und der wohl liebenswertesten Reiseleitung, die man sich auf dieser Rundreise vorstellen kann. Kai heißt die junge Dame, die für die kommenden 14 Tage mit uns gemeinsam durch China reisen wird. Auf dem Weg vom Flughafen zu unserem ersten Programmpunkt erklärt Kai wie für uns die kommenden Tage ablaufen werden und beginnt mit ihren interessanten Ausführungen zu Land und Leuten und vor allem zur Stadt Peking, die wir soeben erreicht haben. Selbstverständlich nimmt Kai Rücksicht auf ihre „Langnasen“ (so nennen die Chinesen uns Europäer), die vom Flug etwas geschlaucht und noch nicht ganz aufnahmefähig sind.

China Peking Stadtrundfahrt Stadtführung Reiseleitung
China - Reiseleitung Kai

Bejing heißt wörtlich übersetzt nördliche Hauptstadt und ist bekannt für die kaiserliche Vergangenheit. Die Hauptstadt der Volksrepublik ist untrennbar mit den kaiserlichen Glanzzeiten, aber auch vielen tragischen Ereignissen verbunden. Trotz der rasanten Entwicklung und der großen wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt, wirkt sie im Vergleich zu anderen chinesischen Metropolen entspannt und an manchen Stellen sogar dörflich. 

Der Sommerpalast gehört definitiv zum Pflichtprogramm jedes Besuchers Pekings. Hier beginnen wir unser Besichtigungsprogramm. Zuerst sei erwähnt, dass es sich nicht um einen Palast, also ein festes Gebäude, im eigentlichen Sinne handelt. Vielmehr betreten wir eine sehr großzügige Parkanlage, die zum größten Teil aus einem künstlich angelegten See, dem Kunming-See, besteht. Um den See finden sich zahlreiche Pavillons, Gärten, Tempel, Brücken und Wandelgänge. Bereits jetzt wird man stark an traditionelle chinesische Malerei erinnert – Hallo China, so haben wir uns das vorgestellt!  

Begleitet von Kais Kommentaren und Erklärungen zu der Geschichte des Sommerpalast, seiner kaiserlichen Vergangenheit und der heutigen Bedeutung für die Einwohner Pekings, machen wir einen Spaziergang durch den Langen Wandelgang. Dieser führt am See entlang, ist mit zahlreichen Malereien verziert und dient zum entspannten Spaziergang ohne der Sonneneinstrahlung und damit verbundener Hitze ausgesetzt zu sein. Schnell stellen wir fest, dass das in Westeuropa verbreitete Schönheitsideal ein wenig gebräunte Haut zu haben, hier gänzlich ohne Bedeutung bleibt. Im Gegenteil, vor allem die Damen achten darauf möglichst wenig Sonne abzubekommen und schützen sich mit Schirmen und langer Kleidung. Wir schauen interessiert zu und werden im Gegenzug auch aufmerksam gemustert. Die ersten kulturellen Unterschiede lassen sich erkennen und die Reise beginnt noch mehr Spaß zu machen. 

Unser Spaziergang endet bei den Harmoniehallen. Danach sucht man allerdings im Reiseführer vergebens. Es handelt sich um die Toiletten, die doch im Grunde zur Wiederherstellung der körperlichen Harmonie dienen und deshalb für deutsche Besucher romantisch und klangvoll „Harmoniehallen“ genannt werden. Zum Abschluss des Besuchs des Sommerpalasts gibt Kai ein Gedicht von Goethe über den Ginko zum Besten passend zu den Ginko-Bäumen, die unseren Weg zum Ausgang des Parks säumen.

Im Anschluss führt uns eine kleine Rundfahrt vorbei an den ehemaligen Olympia-Anlagen zu unserem ersten chinesischen Mittagessen. Nachdem wir im Restaurant Platz genommen haben, werden einige Gerichte serviert, die wir teilen. Hier wird wohl Völkerverständigung groß geschrieben, denn als letztes kommen Pommes und Chicken Nuggets auf den Tisch. Wir sind etwas verwundert, denn schließlich hatten wir hier chinesische Gerichte erwartet. Dennoch eignen sich Pommes ganz hervorragend um das Essen mit Essstäbchen zu üben. Wir nehmen es mit Humor und sprechen noch einmal mit unserer Reiseleitung, damit wir zukünftig landestypische Gericht serviert bekommen. Nachdem sich langsam die Müdigkeit nach der Anreise bemerkbar macht, führt unser nächster Weg in unser zentral gelegenes Hotel, wo wir einen kleinen Mittagsschlaf machen – schließlich sind wir hier im Urlaub. 

Am Abend gehen wir zu Fuß zum Platz des Himmlischen Friedens. Aus dieser Perspektive erleben wir die Straßen Pekings noch einmal ganz anders. Unzählige Menschen sitzen an den Straßen und wir sind Teil dieses Schauspiels. Den Sonnenuntergang hinter dem Tor des himmlischen Friedens erleben wir alle gemeinsam. Als Europäer fallen wir hier auf und werden sogar von einigen Chinesen um Fotos für deren Urlaubsalbum gebeten. Wir stimmen den Wünschen zu und amüsieren uns. Ganz traditionell nehmen wir zum Abendessen in einem Restaurant an runden Tischen Platz. Die drehbaren Glasplatten in der Mitte der Tische erlauben es alle Gerichte zu teilen. Begonnen wird das Essen mit einem Schnäpschen und hier findet auch der ein oder andere Gefallen an chinesischem Bier… gewollt oder ungewollt. 

Impressionen vom Sommerpalast

Am nächsten Morgen wartet das erste chinesische Frühstück auf uns. Obwohl sich alle Hotels ein wenig auf europäische Gäste einstellen, fällt es dem ein oder anderen schwer etwas Passendes ausfindig zu machen. Aber mit der Zeit, so sollen wir noch feststellen, werden wir unsere Scheu verlieren. Ganz früh machen wir uns auf den Weg zum Himmelstempelpark zu unserem Tai-Chi-Kurs. Was jedem Besucher sofort auffällt, sind die unzähligen chinesischen „Omas und Opas“ wie Kai sie nennt. Erreichen die Chinesen erst einmal das Rentenalter, tun sie einiges dafür auch lange fit zu bleiben und einen glücklichen, langen Lebensabend zu verbringen. Dazu gehört definitiv eine morgendliche Sporteinheit im Park begleitet von Gesang und Tanz vieler Umstehender. So fällt es uns gleich leichter an einem schattigen Plätzchen unsere Bedenken über Bord zu werfen und den Anweisungen der Tai-Chi-Lehrerin Folge zu leisten. Umgeben sind wir dabei vom herrlichen, nach konfuzianischen Regeln errichteten Park, in dessen Mitte die bekannte blaue Kuppel der Halle des Erntedankgebets aufragt. Diese besichtigen wir direkt im Anschluss an unsere Tai-Chi-Stunde. Im Anschluss führt uns ein Spaziergang zum Kaiserlichen Himmelsgewölbe, zur Echomauer und auch zum Langen Korridor, einer Allee an deren Seiten dutzende Chinesen sitzen und Karten oder Ball spielen. Schnell sind wir Teil eines Spieles mit einem „Fußball“ – zugegeben wir sollten uns darauf bei einer nächsten Reise besser vorbereiten, denn unsere Performance war ausbaufähig.  

Wir freuen uns über das kostenlose Wasser an Bord unseres Busses als wir diesen wieder erreichen, denn die Temperaturen und der Spaziergang haben uns durstig gemacht. Nach einer kurzen Busfahrt erreichen wir die Hutongs – enge Gassen in Pekings Altstadt. Bereits der Anblick vom Bus aus lässt uns neugierig werden. Wieder wechseln wir die Perspektive – wir nehmen auf Fahrrad-Rikschas Platz und fahren durch die belebten, engen Gassen. Alleine diese Fahrt ist schon ein Erlebnis für sich. Ein Besuch eines traditionellen Hofhauses darf hier nicht fehlen. Kai erklärt uns wie die Menschen hier gelebt haben bzw. auch noch leben. Unvorstellbar, dass hier der Großteil der Häuser nicht über Toiletten verfügt – wie sich das wohl auf die Harmonie auswirkt? Die Familie, die wir hier mit ihren zahlreichen Pflanzen und Tieren im Innenhof des Hauses erleben, wirkt jedoch recht harmonisch J

Nach einem ausgiebigen Mittagessen, bei dem Wohl ein frittierter Hühnerkopf am meisten Aufsehen erregt hat, führt uns ein Spaziergang über die Einkaufsstraßen Pekings zum Tor der Verbotenen Stadt. Hierbei handelt es sich um die größte Palastanlage der Welt. Von einem 52 Meter breiten Wassergraben umgeben liegt der Kaiserpalast mitten in Peking. Da der Zutritt für das gemeine Volk zu Kaiserzeiten strengstens verboten war, bekam der Palast den Namen „Verbotene Stadt“. Ungeladene Besucher zahlten mit ihrem Leben. Der Zutritt durch das Mittagstor, der heutige Haupteingang im Süden der Palastanlage, war dem Kaiser selbst vorbehalten. Durch einige weitere prächtig angelegte Tore gelangen wir zur Halle der Höchsten Harmonie, der größten und wichtigsten von drei Thronhallen des Kaisers. Begleitet von Kais Ausführungen und Erklärungen zur Funktion der jeweiligen Gebäude und der kaiserlichen Geschichte über viele Jahrhunderte, die wir mithilfe unserer TravelGuides in ausgezeichneter Qualität hören, schlendern wir durch die Verbotene Stadt. Besonders interessant sind die Geschichten über die zahlreichen Konkubinen der Kaiser, die Eunuchen und die Intrigen der damaligen Zeit. Unser Spaziergang endet im Palastgarten. Hier spenden alte Zypressen Schatten an einem heißen Tag.  

Zum Abschluss besuchen wir den Jingshan-Park. Hier wurde der Aushub des Wassergrabens um die Verbotene Stadt aufgeschüttet. Der Hügel dient nach Feng-Shui als Schutzschild für die Stadt vor bösen Geistern. Trotz der hohen Temperaturen lohnt es sich die Treppenstufen zum Tempel auf dem Hügel zu erklimmen, denn von hier hat man einen herrlichen Blick über die Verbotene Stadt und ganz Peking drum herum. 

Auf der Fahrt zum Peking-Ente-Essen klärt Kai uns über die Kunst der Zubereitung dieser Spezialität auf. Die Köche absolvieren eine besondere Ausbildung und müssen am Ende in der Lage sein eine Ente, die ausgenommen, aufgeblasen und besonders aufwendig gegart wird, in 108 Tranchen zu schneiden. Serviert wird die Ente mit kleinen Pfannkuchen, in die man das Fleisch mit Gurkenscheiben und Pflaumensauce einwickelt und dann mit den Händen verspeist. So endet ein erlebnisreicher zweiter Tag mit Kais Fazit „Ente gut – alles gut“. 

Impressionen von Peking

Wer an China denkt, denkt automatisch an die Große Mauer. Mao sagte einmal „Wer nicht auf die Große Mauer gestiegen ist, ist kein wahrer Mann“. Das können wir selbstverständlich nicht auf uns sitzen lassen und so brechen wir, auch die Frauen, am Morgen des dritten Tages auf in Richtung der Großen Mauer. Auf unserem Weg besuchen wir eine Jade-Manufaktur, wo man uns zeigt wie Jadeschmuckstücke und Kunstgegenstände gefertigt werden.  

Anschließend stehen die faszinierenden Ming-Gräber auf unserem Programm. Auf dem von der UNESO unter Schutz gestellten Gebiet ruhen 13 der 16 Ming-Kaiser in Ihrer letzten Ruhestätte. Die Gräber liegen weit voneinander entfernt und die Grabhügel werden durch tempelartige Gebäude bewacht. Ein Spaziergang auf dem insgesamt 7 Kilometer langen Seelenweg ist hier ein Muss. Ein Kilometer ist für Touristen zugänglich und dieser wird von  zwölf Paaren steinerner Tier- und Wächterskulpturen gesäumt. Selbstverständlich erklärt uns Kai die Bedeutung und die Mythen jeder einzelnen Skulptur.  

Eines wird uns ziemlich schnell klar: Fast alles, was man uns erklärt, steht in China symbolisch für Glück und ein langes Leben. Auf diese Weise fällt es uns aber auch leicht schnell einen Zugang zur chinesischen Kultur zu finden, denn wer könnte nicht behaupten sich ein glückliches, langes Leben zu wünschen. Schildkröten und Kraniche zum Beispiel stehen für Glück und ein langes Leben. Drachen wiederum sind ein kaiserliches Symbol, das keineswegs als Böse angesehen wird.  

Unser Weg führt uns weiter zu einem der absoluten Highlights unserer Rundreise: zur Großen Mauer. Das imposante Bauwerk mit einer über 2000 jährigen Geschichte fasziniert die gesamte Gruppe. Nachdem wir ein Gruppenfoto zur Erinnerung an diesen Moment gemacht haben, beginnt für jeden individuell der Aufstieg. Unzählige ungleichmäßige Treppenstufen, die teilweise sehr ausgetreten und uneben sind, führen hoch hinaus. Uns packt der Ehrgeiz und bei fast 30 Grad Außentemperatur und strahlendem Sonnenschein gehen wir gerne an unsere Grenzen um den herrlichen Ausblick über die von der Mauer durchzogene Landschaft von ganz oben zu genießen. Am Fuße der Mauer wartet nach 2 Stunden Anstrengung schließlich ein kühles Tsing Tao – ein chinesisches Bier.  

Chinesische Mauer Große Mauer von China Natur grün Grimm-Reisen
China - Mit Grimm-Reisen auf die Große Mauer
Impressionen Weg der Seelen & Große Mauer

Wer bloggt hier?

Lena Grimm

Reisebegleitung dieser Reise

Werden Sie Facebook-Fan

Das könnte Sie auch interessieren:

Schlagwörter